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SVADHYAYA • Selbststudium

Ich habe meine Niyama-Reihe seit Beginn des Ukraine-Krieges pausiert, da ich das Gefühl hatte, dass das alles irgendwie unpassend und im Moment auch nicht wichtig und hilfreich ist. Aber bei genauerer Betrachtung fiel mir auf, dass dieses vierte Niyama auf eine Art doch auf die aktuelle Situation angewendet werden kann. Deshalb möchte ich im Folgenden ein paar Gedanken dazu teilen.

Diese sollen selbstverständlich in keinster Weise das Leid schmälern, dass gerade in der Ukraine passiert und auch keine psychologische Beratung ersetzen. Du entscheidest selbst, was du liest, annehmen oder ablehnen möchtest!


Viele von uns haben Angst. Angst vor dem, was gerade passiert, Angst vor dem, was kommt. Das darf sein und soll gefühlt werden, keine Frage!

Doch wenn sich die Schockstarre gelegt hat, können wir uns fragen: warum habe ich Angst? Was steckt vielleicht hinter meiner Angst? Gibt es Kriegserfahrungen in meiner Familie? Ungelöste transgenerationale Traumata, die nicht aufgearbeitet wurden? Was davon ist tatsächlich MEINE Angst und was eine kollektive oder systemische Angst?


Das meinen wir mitunter, wenn wir von dem Studium unseres Selbst, unserer Seele sprechen („sva“ = Seele, Selbst „Adhyaya“ = Studium). Sich manchmal zu hinterfragen, sich selbst zuzuhören und kennenzulernen und vor allem und am allerwichtigsten: sich mit sich selbst und den eigenen Gefühlen auseinandersetzen. Auch wenn dies teils schmerzhafte oder unangenehme Wahrheiten ans Licht bringen kann. Es zeigt sich so oder so, auf die eine oder die andere Art. Doch wir können den Grad der Bewusstheit in diesen Prozessen mitbestimmen und uns so aktiv für unsere eigene, innere Heilung entscheiden.


Yoga und vor allem unser Atem kann uns dabei helfen, das eigene Innenleben neutral, wertfrei und mit etwas Abstand zu beobachten. Wir betrachten unsere eigenen Gedanken, Emotionen und Handlungen wie aus einer Vogelperspektive. Aus dieser distanzierten Position heraus können wir besser verstehen, welche Denk-, Gefühls- und Handlungsmuster uns beherrschen. Und somit bewusster und authentischer durch unser Leben zu gehen.


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